Logopädie im neuroorthopädischen Zentrum

Sprache und Kommunikation haben für uns Menschen eine so grundlegende Bedeutung, da wir durch sie eine Verbindung zwischen uns und anderen Menschen erschaffen können. Sie vermitteln unsere eigene Persönlichkeit und Identität nach außen. Deshalb nehmen wir Schwierigkeiten beim Sprechen, bei der Sprachverarbeitung und Stimmgebung als erhebliche Beeinträchtigung in der individuellen Alltagsbewältigung wahr. Die Logopädie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen dabei zu unterstützen, diese kommunikativen Hürden zu überwinden.
Auch das selbstbestimmte Essen und Trinken gehören zu einem Grundbedürfnis innerhalb unseres täglichen Lebens. Ziel der logopädischen Behandlung ist es diesem Grundbedürfnis - im Rahmen der individuellen Ressourcen - gerecht zu werden und dabei gleichzeitig einen sicheren Schluckablauf zu ermöglichen.
Behandlungsprinzipen
Da Sprach-, Stimm-, Schluck und Kommunikationsprozesse nie isoliert, sondern immer im Zusammenspiel mit weiteren kognitiven und neuromuskulären Abläufen stattfinden, legen wir auf eine Verknüpfung aller therapeutischen Disziplinen Wert.
Wir richten die Therapie an den persönlichen Anforderungen des Alltages aus und setzen gemeinsam mit unseren Patient*innen individuelle Ziele für die Behandlung. Unser therapeutisches Handeln orientiert sich an den aktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnissen und Behandlungsmethoden.

Behandlungsfelder:

  • Dysphagie – Störungen der Nahrungsaufnahme und des Schluckens (mit und ohne Trachealkanüle)
  • Dysarthrie – Störungen der Atmung, der Stimme und des Sprechens; z.B. bei M. Parkinson, ALS, Infantiler Cerebralparese, etc.
  • Sprechapraxie – Störung der Sprechplanung z.B. nach einem Schlaganfall
  • Aphasie und nicht-aphasische Kommunikationsstörungen – zentrale Sprachstörungen z.B. nach einem Schlaganfall, bei dementiellen Erkrankungen
    Facialis- und Hypoglossusparese- Funktionseinschränkung der Gesichts- oder Zungenmuskulatur durch Nervenschädigung; z.B. nach Schlaganfall, Tumorerkankungen, Viruserkrankungen, etc.
  • Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern mit Behinderung(en)
  • Orofaziale Dysfunktionen- Funktionseinschränkung der Gesichtsmuskulatur sowie der am Kauen und Schlucken beteiligten Muskulatur, z.B. bei fehlendem Mundschluss, nicht- physiologischem Schluckmuster, etc.,
  • Unterstützung bei der Hilfsmittelversorgung im Bereich der Unterstützen Kommunikation

Ansprechpartnerin im NOZ: Stefanie Hubert